Das Ende der Willkommenskultur

26. Juli 2017

Vortrag von Ruth Ditlmann, Mittw. den 13. 9. 2017 um 19.00 Uhr   Kreuzkirchengemeinde, Windmühlenstr. 45, 29221 Celle

Wie kann die Aufnahme von kulturell-verschiedenen, neuen Minderheitsgruppen erfolgreich verlaufen?  Wie tief  im Menschen ist die Tendenz zur Vorurteilsbildung verankert?  Wie werden  Vorurteile von  politischen Akteuren ausgenutzt, bzw. wie kann man dagegen ansteuern?  Es wird auch dargestellt, wie die Rhetorik von Politikern zum Thema Flüchtlingskrise die Meinung von Bürgern beeinflusst.   Abschließend wird außerdem die Frage erörtert, wie liberale Demokratien an grundlegenden menschlichen Ängsten und   Schwächen scheitern, bzw. wie diese im positiven Sinne überwunden werden können.

Veranstalter: Arbeitskreis Ausländer, Diakonisches Werk Celle und das Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus

Sommer-Infofahrt am 6. 8. 2017

22. Juli 2017

zum Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg

mit Besuch verschiedener Stätten und Gräber von Persönlichkeiten des Widerstandes

und dem Besuch des Gedenkortes: Hannoverscher Bahnhof  (in der Nähe des HH Hbf.)

Vortrag von Andreas Speit

12. Juli 2017

Bürgerliche Scharfmacher –

Deutschlands neue Mitte von AfD bis Pegida

Mittwoch, den 9. 8. 2017 um 19.00 Uhr im Urbanus-Rhegius-Haus, Fritzenwiese 9, 29221 Celle

Veranstalter: Celler Forum gegen Gewalt und Rechtsextremismus

70 Jahre – Feier der VVN – BdA am 10. 6. 2017 um 15.00 Uhr

19. Mai 2017

im Freizeitheit Vahrenwald, Hannover

Vahrenwalder Straße 92

Es spricht: VVN-BdA-Bundessprecherin Regina Girod

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Gedenkfeier auf dem Sowjetischen Kriegsgefangenenfriedhof in Bergen-Hörsten

15. März 2017

am 23. 04. 2017 um 13.30 Uhr

Neben der großen offiziellen Gedenkfeier des Landes Niedersachsen findet seit vielen Jahren parallel dazu die Gedenkfeier der VVN-BdA und des DGB zu Ehren der sowjetischen Kriegsgefangenen in Bergen-Hörsten statt. Beginn: 13.30 Uhr in Bergen-Hörsten. Veranstalter: VVN-BdA, DGB

Antikriegstag 1. 9. 2016

19. September 2016

Tour zum Antikriegstag zu verschiedenen Gedenk- und Erinnerungsorten Ebenso wie der DGB jedes Jahr am 1. September zum Antikriegstag aufruft, ist es auch für die VVN-BdA, Kreis Celle ein wichtiges Anliegen an den Überfall auf Polen und den Beginn des 2. Weltkriegs mit seinen 60 Millionen Toten zu erinnern. Wir erinnern auch an Millionen Juden, Sinti und Roma, Homosexuelle und politisch Andersdenkende, die wegen einer menschenverachtenden und faschistischen Ideologie verfolgt und ermordet wurden. Nach dem Krieg bestand Einigkeit darüber, dass von deutschem Boden nie wieder Krieg ausgehen darf. Daher ist der oberste Leitsatz der VVN-BdA bis heute: Nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus. Deshalb erklären wir uns auch solidarisch mit den Millionen Flüchtlingen, die weltweit Opfer von Kriegen und Bürgerkriegen, von politischer, ethnischer und religiöser Verfolgung geworden sind. Doch wie konnte es überhaupt dazu kommen, dass dieser mörderische und verbrecherische 2. Weltkrieg angezettelt werden konnte? Wir sagen, dass diese Kriege nicht von ungefähr über uns kommen. Sie werden gemacht und von langer Hand vorbereitet. Diese massiven Kriegsvorbereitungen hinterlassen Spuren, die wir in Celle an vielen Stellen nachweisen können und denen wir am 11. 9. 2016 nachgegangen sind. Wegen der Entfernungen zwischen den einzelnen Orten haben wir die Strecken zwischen den einzelnen Stationen mit unseren Fahrrädern zurückgelegt. Die Auswahl der Erinnerungs- und Gedenkorte sowie die Erläuterung zu den einzelnen Stationen in Celle und der Umgebung haben wir aus unseren eigenen Reihen „organisiert“. Als Stationen auf unserer Tour haben wir ausgewählt: Station 1: Ausbau und Neubau von Kasernen und kriegswichtigen Betrieben, milit. Flugplätzen, Munitionsanstalten, Truppenübungsplatz… Station 2: Kriegsgefangenenlager des 1. Weltkrieges in Celle-Scheuen u. a. mit 30 000 ital. Kriegsgefangenen, darunter 3 gefangene Offiziere, die sich anfreundeten und später bekannte Literaten wurden (Die Baracke der Dichter). Station 3: Munitionsanstalt Scheuen mit ca. 200 Gebäuden, 400 Zwangsarbeitern… Station 4: Aufrüstung durch Neubau eines Militärflugplatzes in Hustedt ehemalige Schulungsbaracken usw. heute noch bewohnt. Station 5: am Dorfgemeinschaftshaus in Hustedt: Todesmarsch vom KZ Nebenlager Kleinbodungen über Celle, Groß- Hehlen und Hustedt nach Bergen-Belsen, unterwegs allein zwischen Groß-Hehlen und Hustedt 8 erschossene Häftlinge Station 6: Stelenfeld auf dem Gelände der HVHS Hustedt: Gedenken für die Opfer des Todesmarsches, Blumen niedergelegt, Gedanken zu heutigen Formen des Gedenkens- und der Erinnerungsarbeit. Mit angeregten Gesprächen fand unsere Tour zum Antikriegstag in einer nahe gelegenen Waldgaststätte ihren Ausklang.

Initiative erfolgreich

18. August 2015

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Einweihung am 27. 06. 2015

Einweihung am 27. 06. 2015

Im Jahre 2013 erhielt die VVN-BdA erstmals Informationen von
der Gedenkstätte Dora-Mittelbau über einen Todesmarsch vom KZ
Außenlager Kleinbodungen zum KZ Bergen-Belsen. Dieser Todesmarsch
wies die Besonderheit auf, dass er über Celle, Groß-Hehlen und Hustedt
führte und auf diesem letzten Teilstück nachweislich 8 Häftlinge
erschossen wurden.
Da es weder im Ort Groß-Hehlen, noch in Hustedt oder an der Strecke
Spuren oder Hinweise gab, die auf die damaligen Ereignisse hinwiesen,
war dies für uns als VVN-BdA der Anstoß für eine intensivere Spurensuche.
Nach Erstellung einer ersten Materialsammlung lag es nahe, sich mit
dem Vorschlag eines partnerschaftliches Projekts an die HVHS Hustedt
zu wenden, da der Todesmarsch direkt am heutigen Gelände der HVHS
vorbeiführte und auch in unmittelbarer Nähe übernachtet wurde.
Die daraus entstandene kollegiale, gute Zusammenarbeit schuf mit der
Errichtung eines Mahnmals (Stelenfeld) einen Ort der mahnenden
Erinnerung und des würdigen Gedenkens an die Opfer des Todesmarsches.
Die ergänzende Broschüre soll Informationen über den Todesmarsch
bereitstellen und helfen, die Erinnerung an die damaligen Ereignisse
wachzuhalten und einen Beitrag für die lokale Erinnerungskultur
leisten.
Den Mitarbeitern der HVHS Hustedt sei hiermit nochmals für das nun
abgeschlossene gemeinsame Projekt gedankt.
Dank gilt aber auch dem Zeitzeugen, Herrn O., der die
Nachschrift der Ortschronik von Hustedt für den entsprechenden
Zeitraum aus dem Nachlass seines Vaters zur Verfügung stellte.
H. S.
VVN-BdA Celle

Ein Gedenkstein für Max Saupe

19. Mai 2015

Für Familien, die in der Zeit des Faschismus einen Angehörigen durch die Haft in einem Konzentrationslager verloren haben, ist es meist schwer oder unmöglich, die genaueren Todesumstände oder auch den Todesort zu erfahren. So ging es lange Jahre auch der Familie Sch. aus Dresden, die erst vor kurzem Gewissheit erhielt, dass ihr Großvater Max Saupe, der im September 1944 inhaftiert und ins KZ Sachsenhausen gebracht wurde, auf einem Todesmarsch ins KZ Bergen-Belsen deportiert wurde. In der Hölle des Lagers ist er im März 1945 wie viele andere Häftlinge am Hungertyphus verstorben und in einem anonymen Massengrab beerdigt. Zum Gedenken an den Großvater hat die Familie nun endlich einen Ort des Trauerns gefunden und ließ mit der Genehmigung der Gedenkstättenleitung einen Grabstein aufstellen. Dieser soll helfen, die vielen Opfer des Faschismus, besonders die politisch verfolgten, dem Vergessen zu entreißen und ihnen ihre Namen wieder zurückzugeben. Die Familie Sch. aus Dresden hatte zur Aufstellung des Grabsteins mit der VVN-BdA Celle Kontakt aufgenommen und so konnte im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier der Grabstein für MAX SAUPE im Beisein des stellvertretenden Gedenkstättenleiters Herrn Rahe am 27. 4. 2015 auf dem Gelände der Gedenkstätte aufgestellt werden. Als Abgeordneter der KPD hatte Max Saupe in der Zeit der Weimarer Republik in seiner Heimatstadt Chemnitz sehr viele soziale Einrichtungen durchsetzen können. H. S. 01_20150427_120539_resized

24. 10. 2014 um 18.00 Uhr Gedenkfeier zum 70. Todestag von Paul Hartmann

15. Oktober 2014

Der Celler Kommunist und Widerstandskömpfer Paul Hartmann starb im Oktober 1944 in Griechenland. Die genauen Todesumstände sind nicht bekannt. Bekannt ist aber, dass er in die Strafdivision 999 gepresst wurde und für die faschistische Wehrmacht in den Krieg ziehen musste. Wir gedenken und erinnern an Paul Hartman am 24. Oktober 2014 um 18.00 Uhr am Ort des Stolpersteines in der Birkenstraße 19 in der Heese. Es spricht Paul Stern (DGB-Kreisvorsitzender Celle)