Vergessene Geschichte: Berufsverbote

9. November 2018

Vortrag mit anschließender Diskussion
am 12. 11. 2018 um 19.00 Uhr in „das Büro“ in Celle, Neustadt 52
Veranstalter: VVN-BdA, KV Celle

Ausgehend vom eigenen Schicksal als vom Berufsverbot Betroffener schildert Werner R. die gesellschaftlichen  Verhältnisse am Ende der 60er Jahre. Politiker, Juristen, Polizei und Gehiemdienste suchten nach Lösungen, wie die zunehmende Unruhe und die Massenproteste  an Universitäten und in den Betrieben eingedämmt werden könnten.

1971 sollte eine Bund-Länder-Arbeitsgruppe  Mittel und Wege finden, wie linke Kritiker aus dem Staatsdienst ferngehalten und wie die Maßnahmen auf breiter Ebene einschüchtern und abschrecken könnten.

Mit dem sogenannten Radikalenerlass der Ministerpräsidenten der Länder leitete der bundesdeutsche Staatsapparat dann 1972 die umfassende politische Überprüfung von Personen und Bewerbern im und für den öffentlichen Dienst ein.  Mehr als  3,5 Millionen Personen wurden politisch überprüft.  Mehr als 10 000 Berufsverbotsverfahren wurden eingeleitet. Einschüchterung, Selbstzensur und Einschränkung der Meinungsfreiheit auf breiter Ebene waren Konsequenzen dieser Pollitik, die bis heute nachwirkt.

 

Israelische Siedlungs- und Besatzungspolitik …

10. Oktober 2018

Israelische Siedlungs- und Besatzungspolitik und Antisemitismus
In der Veranstaltung werden die Referenten Dr. Peter Söllner und Paul Stern
Aspekte der gegenwärtigen Antisemitismus-Debatte in Deutschland zur Diskussion stellen.
Vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklungen in Israel und Palästina
erscheint es notwendig, Begrifflichkeiten wie Antisemitismus und Antizionismus
zu klären und einzuordnen.
Die Veranstaltung wird gemeinsam organisiert von der Concordia-Gemeinde Celle und der Celler Kreisvereinigung der VVN-BdA.
Donnerstag, 20. September 2018, 19.00 Uhr, Concordia-Gemeinde, Hannoversche
Straße 51, Celle.
 

Demo gegen Nazitreffen in Eschede am 29. 9. 2018

22. September 2018

Am 29. 09. 2018 werden wir in Eschede gegen die Nazitreffen auf dem Hof Nahtz demonstrieren.

In den letzten Wochen wurde oft von den „berechtigten Sorgen der Bürger“ gesprochen. Die rassistischen Übergriffe von Neonazis und Rassisten in Chemnitz und ihre sich häufenden Aufmärsche in anderen Orten veranlassen nun immer mehr Politiker der Mitte mit ihren rechten Sprüchen doch noch Wählerstimmem zu retten. Worte wie z. B. „Anti-Abschiebe-<industrie“ (CSU- Landesgruppenchef Dobrindt im Mai ´18) bekräftigen die Rassisten immer offener rassistisch zu reden und zu handeln. Die Sprache wird immer weiter enthemmt und verroht. Das Ganze wird zu einer Spirale der Ausgrenzung, Unmenschlichkeit und des Rassismus.

Und dann gibt es diejenigen, die sich durch dieses rassistische Klima legitimiert sehen, den Worten Taten folgen zu lassen und den vermeintlichen Volkswillen zu vollstrecken.. Neonazis und andere Rechte haben nach vorläufigen Erkenntnissen der Polizei in den ersten vier Monaten 2018 bereits 3714 Straftaten begangen, darunter 174 Gewaltdelikte. (https://www.zeit.de/news/2018-06/18/statistik-ueber-neue-todesopfer-rechter-gewalt-180618-99-765606, 18.06.2018)

Lasst uns immer wieder auf dieses Tun hinweisen und vehement dagegenhalten.

Auch in Eschede werden wir am 29.09.2018 demonstrieren, gegen Rassismus und gegen die Nazitreffen auf dem Hof Nahtz.
Die Kundgebung findet an der Kreuzung Am Dornbusch / Zum Finkenberg statt und beginnt um 14.00 Uhr.

– Schluss mit den Nazitreffen! –

Hunderte demonstrierten gegen Rheinmetall

20. September 2018

Am 2. 9. 2018 demonstrierten rund 400 Menschen im Rahmen eines mehrtägigen Antikriegscamps gegen die Rüstungsexporte des Waffenproduzenten Rheinmetall in Unterlüß im Landkreis Celle.

Aufgerufen hatten u. a. Gewerkschaften, VVN-BdA, weitere antifaschistische Gruppen, der niedersächsische Flüchtlingsrat, kurdische Vereine und ca. 50 verschiedene überörtliche Initiativen.

In den Redebeiträgen wurde immer wieder betont, dass Rheinmetall über Tochterfirmen Waffen in Länder exportiert, die eigentlich vom Exportstopp der Bundesregierung betroffen sind (z .B. Jemen). In einer gemeinsamen Rede wiesen die DGB-Vorsitzenden von Celle  und des Heidekreises  darauf hin, dass sich mit dem Heeresstandort Munster, dem Truppenübungsplatz Bergen und dem Waffenproduzenten Rheinmetall die größte militärische Konzentration der BRD hier in der Lüneburger Heide befindet. Sie forderten dazu auf, endlich mit dem Wandel von einer militärischen hin zu einer sozialen und ökologischen Wirtschaftsstruktur zu beginnen, z. B. durch die Umwandlung des Übungsplatzes in ein Biosphärengebiet.

In der Abschlusskundgebung direkt vor dem Firmensitz von Rheinmetall klagte der Vertreter der VVN-BdA, Alfred Hartung in seinem Redebeitrag die seit Jahren in der öffentlichen Kritik stehenden Geschäftspraktiken und die verheerenden Folgen der Rüstungsexporte an. Gleichzeitig stellt er aber auch die Notwendigkeit heraus, den zivilen Protest zu stärken um so mit öffentlichem Druck auf die Medien und die Politik Veränderungen zu erreichen.

Im Rahmen verschiedener Aktionen hatten bereits am Samstag Campbewohner und Besucherr eine Wanderung zum ehemaligen KZ-Außenlager Tannenberg unternommen, in dem ca. 900 jüdische Frauen interniert waren, die für die Munitionsfabrik Rheinmetall unter schwersten Bedingungen arbeiten mussten. Dort wurde eine Gedenktafel aufgestellt und bllumen niedergelegt in der Hoffnung, dass dieser Ort in Zukunft nicht wieder in Vergessenheit gerät.

 

Solidarität mit Afrin

28. Februar 2018

Seit dem 19. Januar 2018 greifen türkische Regierungstruppen und ihre islamistischen Hilfstruppen den Kanton Afrin des Autonomiegebietes
„Demokratische Förderation Nordsyrien“ an.
Dieser völkerrechtswidrige Überfall soll dazu dienen, „Terroristen“ zu bekämpfen. Der wahre Grund: Afrin ist als basisdemokratisches, multiethnisches und multireligiöses Gebiet dem türkischen Regime ein Dorn im Auge.
Es steht den großosmanischen Ambitionen der reaktionären Regierung in Ankara im Wege. Bei der Durchsetzung der geopolitschen Ziele vewendet die Erdogan-Regierung Militärgerät aus Deutschland, u. a. Leopard 2-Kampfpanzer.
Auch vom Einsatz von Napalm- und Streubomben durch die Angreifer wird berichtet. Darunter leidet in erster Linie die kurdische, arabische und turkmenische Zivibevölkerung in Afrin
Wir fordern:
Stoppt den türkischen Angriffskrieg auf Syrien !
Keine Rüstungsexporte aus Deutschland an die Türkei !
Spendet für den „Kurdischen roten Halbmond“

Gedenkfeier zum 73. Jahrestag der Befreiung der Sowjetischen Kriegsgefangenen

28. Februar 2018

am 15. 04. 2018 um 13.00 Uhr
Neben der großen offiziellen Gedenkfeier des Landes Niedersachsen findet seit vielen Jahren parallel dazu die Gedenkfeier der VVN-BdA und des DGB zu Ehren der sowjetischen Kriegsgefangenen in Bergen-Hörsten statt. Beginn: 13.00 Uhr in Bergen-Hörsten. Veranstalter: VVN-BdA, DGB
Es werden sprechen:
– Mechthild Hartung, VVN-BdA Nds. e.V.
– Grußwort: Botschaftsvertreter Belarus
– Mehrdad Payandeh, DGB-Bezirksvorsitzender (angefragt)
– Jugendliche des IWC Bergen-Belsen berichten

Initiative erfolgreich

18. August 2015

2015-06-27 12.10.55

Einweihung am 27. 06. 2015

Einweihung am 27. 06. 2015

Im Jahre 2013 erhielt die VVN-BdA erstmals Informationen von
der Gedenkstätte Dora-Mittelbau über einen Todesmarsch vom KZ
Außenlager Kleinbodungen zum KZ Bergen-Belsen. Dieser Todesmarsch
wies die Besonderheit auf, dass er über Celle, Groß-Hehlen und Hustedt
führte und auf diesem letzten Teilstück nachweislich 8 Häftlinge
erschossen wurden.
Da es weder im Ort Groß-Hehlen, noch in Hustedt oder an der Strecke
Spuren oder Hinweise gab, die auf die damaligen Ereignisse hinwiesen,
war dies für uns als VVN-BdA der Anstoß für eine intensivere Spurensuche.
Nach Erstellung einer ersten Materialsammlung lag es nahe, sich mit
dem Vorschlag eines partnerschaftliches Projekts an die HVHS Hustedt
zu wenden, da der Todesmarsch direkt am heutigen Gelände der HVHS
vorbeiführte und auch in unmittelbarer Nähe übernachtet wurde.
Die daraus entstandene kollegiale, gute Zusammenarbeit schuf mit der
Errichtung eines Mahnmals (Stelenfeld) einen Ort der mahnenden
Erinnerung und des würdigen Gedenkens an die Opfer des Todesmarsches.
Die ergänzende Broschüre soll Informationen über den Todesmarsch
bereitstellen und helfen, die Erinnerung an die damaligen Ereignisse
wachzuhalten und einen Beitrag für die lokale Erinnerungskultur
leisten.
Den Mitarbeitern der HVHS Hustedt sei hiermit nochmals für das nun
abgeschlossene gemeinsame Projekt gedankt.
Dank gilt aber auch dem Zeitzeugen, Herrn O., der die
Nachschrift der Ortschronik von Hustedt für den entsprechenden
Zeitraum aus dem Nachlass seines Vaters zur Verfügung stellte.
H. S.
VVN-BdA Celle